Montag, 6. Juli 2009

NMUN 2010

Ja genau, auch nächstes Jahr geht das Projekt weiter.
Am Freitag und Samstag fanden die Auswahlgespräche für die nächste Delegation statt. Ich saß beide Tage mit drin und es war echt interessant! :-)
Es ist auch eine gute Truppe geworden, denk ich. Mal schauen, wie sie sich dann schlagen werden!

Mittwoch, 17. Juni 2009

Jetzt schließt sich der Kreis...

Heute Abend findet unsere Abschlusspräsentation statt, und das Projekt NMUN 2009 wird offiziell beendet.
Eigentlich Zeit, Bilanz zu ziehen. Allerdings wurde das zum Teil schon gemacht... und außerdem bin ich grad zu aufgeregt, um darüber nachzudenken. Vielleicht schreibe ich in den kommenden Tagen noch was.

Vor einem Jahr also hat alles begonnen... mit vielen anderen Studenten und sogar mit Sascha habe ich die Präsentation der letzten Delegation angeschaut. Und mein größter Wunsch war, ebenfalls dabei sein zu können. Sascha meinte "wer, wenn nicht du?", aber ich war davon lange nicht so überzeugt. Doch es kam, wie es kam...
... und heute Abend stehe ich zusammen mit Georg vor dem Publikum und versuche nun, Studenten für NMUN 2010 zu begeistern!

Es war ein tolles Jahr und eine super Zeit!
(Und ich glaube das wird ein emotionaler Abend ;-) Nur schade, dass Sascha nicht dabei sein kann... der tourt grad irgendwo in Schottland rum.)

Hier die offizielle Pressemitteilung der Uni.

Mittwoch, 27. Mai 2009

Abschlussbericht und Abschlusspräsentation

Noch immer sind die NMUNler fleißig am werkeln.
Im Moment gilt es zum Einen, den Abschlussbericht zu erstellen. Die meisten Texte sind geschrieben, nun werden Bilder gesichtet und am Ende muss das ganze gelayoutet werden - und sollte am 17. Juni fertig sein.
Da findet nämlich unsere Abschlusspräsentation statt - unser zweites aktuelles Projekt. Eine Präsentation muss erstellt werden, Fotos und Videoaufnahmen gesichtet, Texte geschrieben etc.

Es gibt weiter viel zu tun! Aber wir freuen uns alle auf den 17. ... mit einem gemeinsamen Grillen im Anschluss wird NMUN 2009 dann auch zu Ende gehen.

Samstag, 9. Mai 2009

Zeitungsartikel

Leider scheint es unsere Uni bis heute nicht geschafft zu haben, nochmal eine offizielle Pressemitteilung über die Chemnitzer Diplomaten zu veröffentlichen - wie die Simulation gelaufen ist und wie wir abgeschnitten haben. Darum war bisher im überregionalen Teil der Zeitung noch nichts über uns zu lesen.

Deshalb bin ich selbst aktiv geworden, woraufhin sowohl die Freie Presse (am 18.04., regionaler Teil) als auch der Vogtland-Anzeiger (am 9.05.) einen Artikel über unser Projekt veröffentlicht haben.

Freie Presse:

Vogtland-Anzeiger:

(Wenn ihr auf die Artikel klickt, öffnen sie sich groß.)

Montag, 27. April 2009

Nachbereitung

Alle sind wieder gut in Deutschland gelandet, und wir sind wieder in unserem "normalen" Leben als Studenten angekommen. Das war's, könnte man meinen.
Doch weit gefehlt!
Denn jetzt geht es nochmal richtig los: Die Nachbereitung steht auf dem Programm. Das heißt konkret, dass wir das letzte halbe Jahr noch einmal Revue passieren lassen und alles schriftlich festhalten, was dann einen Abschlussbericht ergibt. Außerdem wird es im Juni eine Dankes-(für alle Sponsoren) bzw. Info- (für potentielle neue NMUNler) Veranstaltung geben - und all das muss ja vorbereitet werden.

Am Donnerstag hatten wir uns zum ersten mal seit New York wieder alle getroffen. Es war ein erfreutes Wiedersehen - man kann auf jeden Fall sagen, dass wir in den 2 Wochen als Gruppe ganz schön zusammengewachsen sind! Neben der Aufgabenverteilung für den Abschlussbericht, kurzer Auswertung und Evaluation standen auch schöne Dinge wie das Sammeln und Austauschen unserer zig-Tausend Fotos auf dem Programm. Dazu gab es koscheren Israelischen Tafelwein sowie Rotwein vom Pizzadienst, der sich noch von vergangenen Blockseminaren in Sue's Büro befand :-) Doch damit nicht genug: Im Anschluss an den offiziellen Teil sind wir als Gruppe noch zur Europastudien-Auftaktparty ins PEB gegangen, und haben den Abend freucht-fröhlich und bei Bewegung zu Musik ausklingen lassen.

Freitag, 10. April 2009

NMUN erfolgreich abgeschlossen!

So schnell ging es - und schon ist alles vorbei!


Hier eine kurze Zusammenfassung der letzten 5 Tage:

Am Sonntag Abend hatten wir unsere erste Sitzung. In den verschiedenen Komitees wurde das jeweilige Thema festgelegt, welches dann in den folgenden Tagen bearbeitet wurde.

Am Montag Vormittag hatten wir noch den Höhepunkt unserer Vorbereitung: Der Israelische Delegierte Armir Weissbrod kam zu uns ins Hotel, um letzte Fragen zu klären. Er war sehr offen und hat uns noch den letzten "Schliff" verpasst - wirklich toll!
Zwischen Sitzungen am zeitigen Nachmittag und Abend, in denen nun inhaltlich gearbeitet wurde, stand die offizielle Eröffnung der Simulation an, und zwar im Plenarsaal der UNO! In strömendem Regen machten sich die 2500 Delegierten auf den Weg, um die "echte" UNO-Luft zu schnuppern.

Dienstag war der längste und arbeitsintensivste Tag. Von früh halb 9 bis abends um 10 saßen wir in unseren Komitees und haben Reden gehalten, diskutiert und an Resolutionsentwürfen geschrieben.

Abgeschlossen wurde die eigentliche Arbeit dann am Mittwoch. Nachdem der Vormittag und zeitige Nachmittag zum Fertigstellen der Resolutionsentwürfe benötigt wurde, haben wir im Anschluss über diese abgestimmt - und damit unsere Resolutionen verabschiedet. Es war ein tolles Gefühl, die viele Arbeit dann abgeschlossen zu haben und das Ergebnis zu sehen! Alle von Israel miterarbeiteten oder unterstützten Resolutionen wurden auch angenommen.

Heute fand dann noch der offizielle Abschluss der Simulation statt. Vormittags wurde - wiederum in der "echten" UNO - erneut über einige der Resolutionen vom Vortag abgestimmt. Denn so ist das in Wirklichkeit: Die Resolutionen, die die Ausschüsse der Generalversammlung verabschieden, sind strikt genommen noch immer Entwürfe, und werden erst zu echten Resolutionen, wenn sie vom gesamten Plenum angenommen werden.
Und genau das wurde heute simuliert. Dazu konnten wir in einem echten Sitzungssaal der Generalversammlung sitzen und unsere Wahl anstelle von Handzeichen durch das elektronische Abstimmungssystem abgeben!

Den Abschluss bildete die Closing Ceremony, die 16 Uhr wieder im großen Plenarsaal stattfand. Dabei wurden auch die Awards vergeben. Es wurden die besten Delegationen geehrt, in 3 Abstufungen: die höchste Auszeichnung ist die "Outstanding Delegation" (16 Delegationen), danach folgt die "Distinguished Delegation" (20 Delegationen), und danach die "Honorable Mention" (25 Delegationen). Und da war dann der Höhepunkt der Chemnitzer Studenten bei NMUN 2009:
Die Delegation Israels wurde als "Distinguished Delegation" geehrt!

Es waren 5 anstrengende Tage, voller Arbeit und ohne viel Schlaf. Es waren aber auch 5 unvergessliche, ereignisreiche, lehrreiche Tage. Und sie gingen viel zu schnell vorbei!
Was uns diese Erfahrung einmal bringen wird, zeigt sich sicherlich erst später - im Moment dürfen wir einfach nur genießen. :-)

Sonntag, 5. April 2009

Auf der Zielgeraden: Morgen geht's los!

Jetzt sind wir schon 4 Tage in New York - und morgen geht nun die Simulation los! Ein halbes Jahr haben wir darauf hingearbeitet - und nun ist es soweit.

In den letzten Tagen hatten wir noch ein paar sehr interessante Termine:

Am Dienstag waren wir im Deutschen Haus, in der u.a. die Deutsche Vertretung für die UNO (also die Leute, die für Deutschland in der UNO arbeiten) untergebracht ist. Wir hatten ein sehr interessantes Gespräch mit einer der deutschen Delegierten. Dabei konnten wir ihr noch ein paar wissenswerte Dinge über die Arbeit in der UNO, das Auftreten Israels sowie die Rolle der EU in der UNO entlocken.

Tags darauf hieß es noch einmal, sich auf unsere Rolle "Israel" einzustimmen: Wir besuchten das Jüdische Museum.

Gestern waren wir in der Friedrich-Ebert-Stiftung zu Gast. Die Rolle von NGOs in UNO, deren Arbeitsweise und ähnliches stand hier im Mittelpunkt. Auch dieses Gespräch half uns, uns noch besser auf die Simulation vorzubereiten und einzustimmen.

Und auch das Üben stand auf dem Programm. An den letzten 2 Abenden haben wir kurze Reden geschrieben und vorgetragen, und dabei noch vieles gelernt.

Tja, und nun wird es ernst.
Morgen (Sonntag) Abend (tagsüber wird sich jeder noch einmal individuell vorbereiten und einstimmen) haben wir unsere ersten Sitzungen. Und dann wissen wir endlich, was uns erwartet, mit wem wir es zu tun haben werden, und worauf es ankommt.
Bis Donnerstag werden wir dann unser bestes geben, um als Delegierte Israels Lösungsansätze für globale Probleme zu finden.

Authentischen thematischen Input erhoffen wir uns dabei noch von dem "echten" israelischen Delegierten Herrn Weißbrot, den wir am Montag vormittag treffen werden!

Aktuelle Infos gibt es wie erwähnt täglich auf der Website der TU Chemnitz (1 Dokument, wird ständig erweitert).

Freitag, 3. April 2009

In New York angekommen

Die Chemnitzer Delegation ist in New York angekommen!

Ich werde leider nicht immer regelmäßig bloggen können (sorry, ich schaff's einfach nicht), aber auf der Website der TU-Chemnitz (klicken) findet ihr jeden Tag einen Bericht, was wir gemacht haben.

Samstag, 7. März 2009

Berlin

Am Dienstag machte sich die
Chemnitzer Delegation auf dem Weg in die Hauptstadt. Um 9 hatten wir einen Termin im Auswärtigen Amt. Mirko Schilbach, Mitarbeiter der Abteilung für Vereinte Nationen und Globale Fragen, Hauptbereich Sicherheitsrat, begrüßte uns. Er hielt einen Vortrag über die Arbeitsweise der UNO, das Abstimmen und die verschiedenen Gruppen und Blöcke von Ländern, die es so gibt. Außerdem hat er uns vorgestellt, wie ein Tag für die ständigen Verteter in New York aussieht. Fragen dazu konnten wir natürlich auch loswerden.
Spannend wurde es danach: Sybille Sorg, Stellvertretende Referatsleitung für Israel, sowie ihr Attaché Judith Goldstein, hatten Zeit für uns. Dank ihrer langjährigen Arbeit in Tel Aviv konnte Frau Sorg uns eindrucksvoll das israelische Denken vermitteln. Außenpolitik, den Existenzkampf oder auch die Religion haben wir aus israelischer Sichtweise erklärt bekommen - genau die Weise, die wir in New York vertreten werden. Auch zahlreiche Fragen konnten wir loswerden und hielten kurze und auskunftreiche Antworten.
Ein interessantes Zitat beendete unseren Termin im AA:
Wenn Israel die Waffen niederlegt, gibt es kein Israel mehr. Wenn die Araber die Waffen niederlegen, gibt es Frieden.


Israel-typisch ging es weiter: Ein Besuch der Berliner Synagoge in der Oranienburger Straße stand an. Dort erhielten wir eine tolle Führung von einem jungen Historiker, der einen sehr engen Kontakt zu Israel sowie Juden aus aller Welt pflegt.
Die Synagoge war Anfang des 20. Jahrhunderts mit 3200 Sitzplätzen das größte Gotteshaus Berlins. In der Reichskristallnacht 1938 wurde ihr von den Nationalsozialisten schwere Schäden zugefügt. Und im 2. Weltkrieg zerstörten Bomben den Hauptraum der Synagoge. Heute steht der Vorderteil inklusive der Kuppel, die in den 1990er Jahren wieder errichtet wurde. In diesem Teil befindet sich ein Museum. Der Hauptraum wurde allerdings nicht wieder errichtet, man findet lediglich die Grundrisse im Hinterhof und kann erahnen, welche Ausmaße das Gebäude einst hatte. (Mehr zur Geschichte findet man hier.)
Wir erfuhren jedoch nicht nur die Geschichte dieser Synagoge. In der Führung wurde auch von der jüdischen Kultur und der Religion gesprochen. Weiterhin berichtete uns der Guide von seinen Erfahrungen, die er mit jüdischen Besuchergruppen schon gemacht hat - unter anderem auch mit Überlebenden des Holocausts. Und er verdeutlichte eins: Mann muss nicht verstehen oder nachempfinden können, was in diesen Leuten vorgeht, aber man muss es akzeptieren und respektieren.
Nach einem gemeinsamen Essen verstreute sich die Delegation dann... und am 31. März treffen wir uns alle in New York wieder!

Dienstag, 24. Februar 2009

TMUN und MainMUN

Am Wochenende haben ein Großteil unserer Delegation nochmal an Probesimulationen teilgenommen. In Tübingen und Frankfurt konnten sie den ganzen Ablauf der Sitzungen, das Resolutionen Schreiben sowie das Abstimmen kennenlernen bzw. auffrischen.
Damit sind wir nun fit für New York.
Am Dienstag geht es wie erwähnt noch ins Auswärtige Amt, wo wir (hoffentlich) alle Fragen, die wir zu Israel noch haben, loswerden können.

Freitag, 13. Februar 2009

Letztes Blockseminar

So langsam kommen unsere Vorbereitungen zum Schluss... am Sonntag hatten wir unser letztes Blockseminar.
Diesmal hieß es mal wieder: Regeln (Rules of Procedure) üben! Insbesondere stand das Schreiben von Resolutionen sowie der Abstimmungsprozess auf dem Programm.
In 2 Wochen geht es für den Großteil der Delegation auch (nochmal) zu Probesimulationen nach Tübingen und Frankfurt, wo diese Regeln nochmal praktisch geübt werden können. (Ich fahr allerdings nicht nochmal mit.)
Inhaltlich ging es auch nochmal um Israel. Sue hat uns von der Israelischen Bevölkerung und deren Kulturen erzählt. Und das 2. große Thema war natürlich:

Die Wahl in Israel
Am Dienstag (10.02.) wurden die Abgeordneten der Knesset gewählt.
Das Ergebnis zwischen den 2 favorisierten Parteien Likud und Kadima war äußerst knapp: Es trennt sie nur 1 Sitz (27/28 von 120) in der Knesset. Damit wird die Regierungsbildung äußerst kompliziert sein. Im israelischen Regierungssystem, in dem es nur eine 2%-Hürde gibt (in Deutschland müssen Parteien 5% der Wählerstimmen erhalten, um in den Bundestag einziehen zu können), gibt es traditionell Koalitionsregierungen. Das System besagt, dass der Präsident (aktuell Schimon Peres) innerhalb einer Woche dem Politiker die Aufgabe der Regierungsbildung auferlegen muss, welcher am wahrscheinlichsten Erfolg haben wird. Dies ist meist der Führer der stärksten Fraktion, der dann also Ministerpräsident wird.

Das aktuelle Problem ist, dass sich sowohl Zipi Livni, deren Kadima-Partei mit 28 Sitzen stärkste Fraktion ist, als auch Likud-Chef Benjamin Netanjahu (welcher auf die Mehrheit (65 von 120 Sitzen) der rechten Parteien, zu der Likud ebenfalls zählt, verweist) als Gewinner und zukünftige Premiers sehen. Peres steckt somit in der Zwickmühle: Gibt er Netanjahu den Auftrag, bricht er das ungeschriebene Gesetz, wonach die stärkste Fraktion den Ministerpräsidenten stellt. Gibt Peres aber Livni den Auftrag, werden die Rechten argumentieren, das Staatsoberhaupt ignoriere den Volkswillen. Außerdem würde sich das Kadima-Mitglied Peres damit dem Vorwurf aussetzen, seine Parteifreundin protegiert zu haben. Schon das spricht dafür, dass Netanjahu in der kommenden Woche den Auftrag zur Regierungsbildung erhält.

Eine spannende Sache also... hoffen wir, dass es zu einer schnellen Lösung kommt (nicht wie in Hessen)... Und hoffen wir weiterhin, dass eine Regierung gebildet wird, die den Friedensprozess vorantreiben.
Die USA sowie die EU haben verlauten lassen, dass sie eine Regierung der nationalen Einheit, also aus Likud und Kadima, wünschenswert finden. Eine rechtsgerichtete Regierung unter Netanjahu würde den Friedensprozess zum Stocken bringen, heißt es.
Mal schauen, was sich in den nächsten Wochen entwickelt.

Donnerstag, 5. Februar 2009

Gespräch mit Dr. Markus Kaim

Gestern war es soweit, wie angekündigt trafen wir uns früh um 9 mit Markus Kaim in Leipzig. Ein toller Mensch - promovierter Politikwissenschaftler, und noch dazu Leiter der Forschungsgruppe Sicherheitspolitik in Berlin, die direkt dem Kanzleramt untersteht und die Bundesregierung sowie den Deutschen Bundestag in Sicherheitsfragen berät - und dabei gehört er mit Jahrgang 68 noch zu den ziemlich jungen Wissenschaftler!
Ich finde es immer wieder faszinierend, solchen Leuten gegenüber zu stehen! (Könnte mir mal jemand zeigen, wo ich in 20 Jahren stehe??)


Es entwickelte sich dann ein sehr interessantes und leider viiiiel zu kurzes Gespräch über den Nahen Osten. Es begann mit ein paar einleitenden Sätzen von ihm, und dann konnten wir nach Lust und Laune Fragen stellen, die er sehr ausführlich beantwortete. Es drehte sich vor allem um die Außenbeziehungen Israels, v.a. zum Iran, zu Syrien und zu Ägypten, über die Wahlen in Israel (am kommenden Dienstag!), über Wege zum Frieden und über die Rolle externer Mächte (USA, EU),...

Wie gesagt, die 1,5 Stunden vergingen leider viel zu schnell, und viele unserer Fragen mussten unbeantwortet werden. Aber am 3. März fahren wir ja ins Auswärtige Amt nach Berlin, dort können wir uns dann auch nochmal Expertenwissen holen.

Medienvertreter waren ebenfalls anwesend, und eine Reporterin hatte uns hinterher noch über NMUN allgemein interviewt... vielleicht wird davon was auf mdr-Info oder im Deutschlandfunk gesendet :)


Hier (klicken) findet ihr noch ein Fernsehinterview mit Markus Kaim zur Situation im Nahen Osten vom 12.01.2209.

Donnerstag, 29. Januar 2009

PD Dr. habil. Markus Kaim


... Leiter der Forschungsgruppe "Sicherheitspolitik" der Stiftung Wissenschaft und Politik am Deutschen Institut für Internationale Politik und Sicherheit, Berlin.

Klingt gut, oder?
Und genau mit dem frühstücken wir, die Chemnitzer UNO-Delegation, am Mittwoch! Bei einem "Arbeitsfrühstück" wird er uns, und zwar nur uns 10 oder 11 NMUNlern, Rede und Antwort stehen: Wir können ihm sämtliche Fragen, die uns bezüglich des Nahostkonflikts, Israel oder den Internationalen Beziehungen unter den Nägeln brennen, stellen... wenn das mal keine optimale Vorbereitung darstellt!

Wie kommt man zu sowas? Sue bekam letzte Woche einen Anruf von einer Frau aus dem amerikanischen Generalkonsulat in Leipzig, die uns zu diesem Treffen eingeladen hat - nicht schlecht, oder?!! :)

Sonntag, 25. Januar 2009

Sonntag, 18. Januar 2009

Blockseminar

Am heutigen Sonntag hatten wir eine 8-stündige Blocksitzung, die zwar vollgepackt war, aber dadurch auch schnell verging.

In einem 3-stündigen Vortrag von Sue haben wir nun die Geschichte Israels kennengelernt. Wir begannen bei Abraham, und kamen bis zum modernen Nachostkonflikt, bis 2006. Der Rest, also vor allem auch der aktuelle "Krieg" zwischen Israel und der Hamas, wird uns am Donnerstag vorgetragen - es wäre einfach zu viel geworden für heute.
Es ist eine schwierige, wechselhafte Geschichte - nicht leicht zu verstehen, und daher ist es auch nicht so leicht, sich in Israel hineinzudenken - challenging!

Der zweite Teil war den Position Papers gewidmet. In einer Art Kolloquium (ebenfalls mehrstündig) haben wir uns gegenseitig Hinweise und Kritik gegeben, wie die Paper zu verbessern wären. Garnicht so einfach! Da liegt auch noch einige Arbeit vor uns: In den nächsten 2, 3 Wochen müssen diese nun nochmal überarbeitet werden, und dann wird es nochmal so eine konstruktive-Kritik-Runde geben.

Zum Abschluss des Tages wählten wir noch unsere Head Delegates. Diese sind zum einen für die Organisation mitverantwortlich - also eine Art Bindeglied zwischen Sue und den Delegates. Außerdem stehen sie bei der Konferenz in New York mit der Konferenzleitung in Verbindung. Hier die Beschreibung der NMUN:
The head delegate serves as point of contact for the NMUN Secretariat. Also, this person will attend the head delegate meetings and serve as an important point of interaction for the Conference and the given delegation.
Es gab eine Wahl mit 2 Wahlgängen. Am Ende setzten sich denkbar knapp (jew. 6 zu 5 Stimmen) Georg von den Jungs, und Anika bei den Mädels (wir wollten eine gleichberechtigte Vertretung) durch.
Danke, ich freu mich drauf! :)

Freitag, 16. Januar 2009

Website!

Endlich steht auch unsere offizielle Website! Unter www.tu-chemnitz.de/nmun findet ihr nun (bzw. in Kürze) allgemeine Informationen über uns und Israel, sowie Aktuelles, wie wir im Projekt vorankommen.

Die Presse wurde mittlerweile auch auf uns aufmerksam, Sue hatte wohl schon an die 20 Presseanfragen! Letzten Samstag war ein sehr großer Artikel in der Freien Presse, sogar im überregionalen Teil! :)

(daraufklicken, dann öffnet sich Artikel groß)

Am Sonntag steht mal wieder ein Blockseminar an - ich werde berichten!

Freitag, 9. Januar 2009

Nachtrag: Bilder der RegMUN

Von den Veranstaltern der Regensburger Probesimulation habe ich jetzt noch ein paar Bilder erhalten. Ich denke, dadurch kann man einen ganz guten Eindruck davon bekommen.
(Für größere Bilder, einfach daraufklicken!)

Die official debate, also das Plenum.

Der Chair, der die Sitzung leitet, im Hintergrund die Sprecherliste.

Island hält seine Rede.

Der roll call (Anwesenheitsüberprüfung).

Haiti (stehend) schlägt dem Plenum einen point oder eine motion vor.

Abstimmen.

Hier ein paar Bilder vom caucusing, also dem inoffiziellen Teil, wo die eigentliche Arbeit gemacht wird:

Arbeiten an Resolutionen.

Abschließende Verhandlungen über die Resolutionsentwürfe, vor den Abstimmungen:

Das war unser Abendessen ;)

Dienstag, 23. Dezember 2008

Die Uni macht uns bekannt!

Auch wenn unsere eigene Website leider noch nicht fertig steht, macht die TU Chemnitz jetzt in einer Pressemitteilung auf uns aufmerksam:
http://www.tu-chemnitz.de/tu/presse/dateien/1/1777

Klingt gut, oder? :)

Montag, 22. Dezember 2008

Weihnachts"pause"

Am Donnerstag Abend hatten wir unser letztes Treffen für dieses Jahr.

Wir hatten ein buntgemischtes "Programm": Zum einen hieß es Landeskunde Israel, denn Sue hat uns einiges über das jüdische Chanukka erzählt, was jetzt Ende Dezember gefeiert wird - also Herkunft und Hintergründe sowie die Bräuche und Traditionen.

Im Gegensatz dazu haben wir uns in der Pause allerdings deutschen Traditionen hingegeben: Es mussten viele Plätzchen, Spekulatius, Plätzchen, Lebkuchen, Plätzchen, Plätzchen etc. (zum Glück auch unterbrochen von leckerem Salat) und einige Liter Glühwein vernichtet werden :)

Der Hauptteil der Sitzung widmete sich jedoch dem Position Paper Writing. Das ist wohl der wichtigste Teil unserer Vorbereitung für New York. In allen Komitees, in denen wir als Repräsentanten Israels sitzen werden, gibt es 3 Themen, die in New York besprochen werden können (man schafft in der Regel nur ein Thema, aber welches das sein wird, darüber wird erst dort mit allen Ländern abgestimmt). Das heißt, wir müssen jetzt herausfinden, welche Position unser Land bei den jeweiligen Thematiken vertritt. Und genau das heißt es in einem "Position Paper" niederzuschreiben. Diese Papiere werden bereits Anfang März nach New York geschickt, wo sie dann auch durchgesehen und bewertet werden, man kann für besonders gute Arbeit sogar mit Awards belohnt werden.
Da sich diese Papiere (die zwar pro Komitee nur aus 2 Seiten bestehen, was aber viel weniger klingt als es ist) allerdings nicht an zwei Tagen schreiben lassen, müssen wir jetzt bereits damit anfangen. Den Großteil der Zeit nimmt wohl die Recherche in Anspruch. Man muss herausfinden, was sowohl die UNO als auch Israel zu diesem Thema bereits unternommen hat, dieses bewerten, Ideen für weitere Lösungsansätze finden etc.
Bis zum 11. Januar müssen wir unsere Paper an Sue schicken (daher auch Weihnachts"pause"). Danach werden wir diese uns gegenseitig verbessern und noch ein paar mal verändern, bis sie dann soweit sind, dass sie die lange Reise über den großen Teich antreten können.
Bin ja mal gespannt, was da auf uns zukommt!

In diesem Sinne... bis nächstes Jahr!

Donnerstag, 18. Dezember 2008

Are there any points or motions on the floor at this time?

... diesen Satz haben wir am Wochenende wohl am häufigsten gehört.

Für 6 Mann unserer Delegation ging es nämlich auf nach Regensburg, um an einer Probesimulation teilzunehmen.


Am Freitag und Samstag verbrachten wir jeweils ca. 13 Stunden in einem Sitzungssaal der Uni, wo wir zusammen mit Regensburger Studenten den Wirtschafts- und Sozialrat der UN (ECOSOC) simuliert haben. Dies verlief in einem sehr kleinen Rahmen (wir waren nur 31 - in New York bestehen die großen Komitee aus dem 10fachen!), was wir als sehr günstig empfunden haben, um einfach einmal hinein zu schnuppern. Es bestand immer die Möglichkeit, Fragen zum Ablauf zu stellen, was sehr hilfreich war.

Ich muss gestehen, dass ich TOTAL aufgeregt war, weil ich mich überhaupt nicht vorbereitet gefühlt habe. Aber ich kann berichten, dass sich die Aufregung nach einer halben Stunde gelegt hat und man sich echt schnell reingefunden hat! Außerdem hatte ich in den 2 Tagen so einige "Aha-Erlebnisse", die mir den ganzen Ablauf, den ich bisher nur theoretisch kannte, verdeutlicht haben.

Hier eine hoffentlich halbwegs verständliche Schilderung der RegMUN:

Jeder der 31 Teilnehmer vertrat ein Land, ich war Vertreter der Tschechischen Republik.

Nun ist es wichtig zu wissen, dass so eine Session aus einem formellen Teil und einem informellen, den sogenannten "caucusses", besteht. Die formelle Sitzung wird vom "Chair" (Vorsitzender) geleitet, der von 2 "Rapporteurs" ("Berichterstatter", hauptsächlich für Auszählen der Abstimmungsergebnisse zuständig) unterstützt wird; die Delegierten sitzen auf den ihnen zugewiesenen Plätzen.
Für jede Sitzung gibt es eine Agenda, die aus 3 Themen besteht. Über die Reihenfolge dieser Themen wird zu Beginn abgestimmt. (Man schafft in einer Session eigentlich immer nur 1 Thema)
Danach wird eine Sprecherliste eröffnet und die Redezeit begrenzt. All diese Dinge gehen von den Delegierten aus, indem sie eine "Motion" (Antrag) einbringen. Bsp: "Honorable Chair, the Czech Republic moves to set the speakers' time to 1 minute." Über sämtliche Motions muss abgestimmt werden - das kann einige Zeit in Anspruch nehmen. Zum Beispiel: Irgendwann hatte sich die Sprechzeit auf 2 Min. eingependelt. Da meldete sich jemand, um sie auf 3 Min. zu verlängern. Ein anderer Delegierter forderte stattdessen, sie auf 30 Sek. zu verkürzen. Über beide Vorschläge muss abgestimmt werden. Allerdings müssen bei dieser Motion zunächst 2 Sprecher für diesen Antrag, und 2 Sprecher dagegen sprechen, jew. 15 Sek. Es wurde also erst der Vorschlag 3 Min. in Betracht gezogen: 1 Sprecher dafür, einer dagegen, wieder einer dafür, noch einer dagegen, jew. 15 Sek. Danach: Abstimmung (einfache Mehrheit) - die meisten waren dagegen. Also: der 2. Antrag, die Redezeit auf 30 Sek. zu verkürzen, kommt auf den Tisch: 1 pro-Sprecher, 1 contra, 1 pro, 1 contra, Abstimmung - auch hier war die Mehrheit dagegen. Fazit: Es ist 10 Minuten später und die Redezeit beträgt nach wie vor 2 Minuten. Das ist internationale Politik ;)

Die eigentliche Arbeit erfolgt in dem informellen Teil. Auch dieser wird durch eine Motion eingeleitet (motion to suspend the meeting for a 1 hour caucus, z.B.). Während dieser Runde haben sich dann Staaten mit ähnlichen Ansichten zusammengetan, um das Thema zu diskutieren. Ich war in der Gruppe der EU-Staaten, der sich auch Neuseeland und die USA angeschlossen haben. Das Thema war "International Cooperation for Migration Management", also die Zusammenarbeit zum Aspekt Migration. Das Ziel einer solchen Session soll sein, Resolutionen zu erarbeiten, also eine Art Gesetze, die die Welt verbessern sollen. Dazu muss man sich klar werden, was man wie verändern will und kann, welche Maßnahmen man ergreift usw. Dabei muss man bedenken, dass über die erarbeiteten Resolutionsentwürfe abschließend im Plenum abgestimmt wird, d.h. man braucht eine Mehrheit hinter sich. Das heißt im Klartext: Als Entwicklungsland kann ich keine Resolution schreiben, in der bestimmt wird, dass die Industrieländern unendlich viel Geld zur Entwicklungshilfe bereit zu stellen haben, weil diese Nationen dann natürlich dagegen stimmen werden.

Diese informellen Sitzungen dauerten meist etwa 1 Stunde, und danach kehrte man zum formellen Teil zurück, wo Reden gehalten wurden. Darunter konnte ich mir zunächst gar nichts vorstellen, aber auch das wurde nach einiger Zeit klar: Zum einen wird versucht, die eigene Position des Landes zu dem Thema aufzuzeigen, und außerdem – und dies immer öfter je weiter wir vorankamen – wurde die Arbeit in den Caucusses vorgestellt, um evtl. weitere Länder für die eigenen Ideen begeistern zu können.

Am Freitag Abend also, nach vielen Reden und auch ausgiebigen Diskussionen, hatten wir unsere Resolutionsentwürfe (die zu diesem Zeitpunkt de facto noch "Working Papers", also Arbeitspapiere, sind) geschrieben und an den Chair eingereicht. Dieser teilte uns mit, dass er bis Sa früh brauchen würde, um sich diese anzusehen.
Mit diesem Wissen endete für uns der erste Sitzungstag und der Großteil fiel erschöpft und fertig sofort ins Bett.

Wir dachten, dass wir am Samstag Vormittag unsere Draft Resolutions zurückbekommen, dann darüber abstimmen, und spätestens mittags zum 2. Thema übergehen werden – aber: weit gefehlt!! Bis Abend halb 10 hat uns dieses Thema noch beschäftigt!
Und zwar bestand der Tag hauptsächlich aus dem Berichtigen und Umschreiben unserer Papers. Diese hatten wir vom Chair zurückbekommen, mit den Informationen, was wir anders/spezifischer/allgemeiner etc. schreiben sollten. Außerdem versuchten wir natürlich, durch leichte Abänderungen und Kompromisse auch noch weitere Länder für unsere Ideen und Vorschläge zu begeistern. Leider blieb es nicht bei einer Korrektur, sondern wir reichten unsere Papiere glaube 5 oder 6 mal beim Chair ein, bevor dieser komplett einverstanden war und somit aus dem Working Paper eine offizielle Draft Resolution wurde. Dies geschah dann am Abend. Es sind insgesamt 3 Resolutionsentwürfe entstanden. Wir haben alle Kopien davon bekommen, und nachdem noch die Möglichkeit bestand, "Amendments" (Änderungen, Ergänzungen) zu beantragen (das würde jetzt aber zu weit führen), wurde darüber abgestimmt, ob diese Entwürfe zu Resolutionen werden und damit in die Praxis umgesetzt werden sollen.
Es gibt verschiedene Arten von Abstimmungsverfahren, einige kamen bei uns auch vor. So wurde über eine Resolution "ganz normal" abgestimmt, d.h. wenn die einfache Mehrheit dafür war, wurde sie angenommen. Bei einer anderen wurde ein "Roll Call Vote" beantragt, d.h. die Delegierten werden der Reihe nach aufgefordert, ihre Stimme (dafür, dagegen oder Enthaltung) abzugeben – das kann vor allem für den Verfasser eines Drafts interessant sein, um zu sehen, wer sich wie entscheidet. In unserem Fall war das auch nicht weiter schlimm, aber wenn das in NY – bei möglicherweise 191 Ländern in einem Komitee – passiert, kann da wohl einige Zeit vergehen… Über den dritten Entwurf wurde nicht gleich insgesamt abgestimmt, sondern zunächst Abschnitt für Abschnitt (Antrag eines "Clause by clause votings"). Dabei wurde gegen einen der 12 Abschnitte gestimmt, was bedeutete, dass dieser gestrichen wurde. Anschließend wurde dann über die (nun nur noch aus 11 Teilen bestehenden) Resolution abgestimmt.
Von unseren 3 Resolutionsentwürfen wurden 2 angenommen und damit als "echte" Resolutionen verabschiedet; der dritte konnte keine Mehrheit für sich gewinnen.
Wir Chemnitzer arbeiteten an 2 Entwürfen mit, und das waren die, die durchgingen! :)

Wie erwähnt war es nach dieser ganzen Voting Procedure bereits halb 10 und die Sitzung wurde geschlossen. Auch der Sa war ein langer Tag, allerdings waren wir nicht ganz so erschöpft wie am Tag zuvor – wahrscheinlich hat sich unser Körper schon besser an den vielen Kaffee als Aufputscher gewöhnt :)

Den Abend ließen wir gemütlich mit den Regensburger Studenten ausklingen, wir waren noch was trinken und kamen bissl ins Gespräch. Leider traten wir am Sonntag früh dann schon die Heimfahrt an.


Alles in allem war das Wochenende zum einen total lehrreich, weil wir einfach mal erfahren haben, wie eine MUN in der Praxis abläuft – New York kann kommen sozusagen! ;) Zum anderen haben wir eine tolle Stadt und tolle Studenten kennen gelernt, sowie uns gegenseitig auch etwas besser kennen gelernt [sorry mir fällt kein Synonym ein], und eine super Zeit verlebt!


Leider konnte Sue, unser Faculty Advisor, uns wegen ihrem Unfall nicht begleiten, aber entgegen aller Bedenken haben wir uns auch ohne sie gut durchschlagen können! (Ein großes Danke auch noch mal an die Veranstalter, die sich neben der MUN super um uns gekümmert haben! :)


auch wenn kein DDR-Bau - die Uni sieht nicht viel besser aus als die Chemnitzer! ;)

In der Hoffnung, euch das ganze etwas anschaulich dargestellt zu haben… bis bald und Happy Chanukka! (Stay in character – schließlich sind wir Israel! :)